Voraussetzung für einen Blitzkrieg
Im Mai 2014 ist mit dem Gesetzentwurf S. 2277 der
Russian
Aggression Prevention Act of 2014 in den US-Senat eingebracht worden. Es
geht um Milliardeninvestitionen zur Destabilisierung Russlands nach dem
erfolgreichen Vorbild der Ukraine. So soll es möglich sein, das Land in
einem Blitzkrieg zu erobern und zu „befreien“. Unsere Rundfunk- und
Fernsehanstalten sowie unsere Zeitungen und Zeitschriften – offenbar
fast alle Außenstellen der NATO-Pressestelle – klären uns darüber nicht
auf.
Zbigniew Brzeziński – neben Henry Kissinger die einflussreichste
„graue Eminenz“ der USA – hat in seinem Buch „Die einzige Weltmacht –
Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ dargelegt, dass die Ukraine
geopolitischer Dreh- und Angelpunkt Eurasiens ist. Solange Russland hier
Einfluss hat, über die Krim den Zugang zum Schwarzen Meer behält und
seine reichen Bodenschätze nicht privatisiert, bestehe die Gefahr, dass
hier eine beutende eurasische Großmacht heranwachse. Mit Arsenij
Jazenjuk, dem ukrainischen Ministerpräsidenten, der sich an die Macht
geputscht hat und durch einen Hitlergruß aufgefallen ist, wird das Land
nun von einem „Einflussagenten“ der NATO regiert. Nachdem Jelzin in
Russland nicht mehr zur Verfügung steht, ist nun wenigsten im
Nachbarland das Spitzenpersonal linientreu.
Ein Schüler Brzezińskis, Guido Goldman, leitet jetzt den German
Marshall Fund und ein Schüler Goldmans, Jochen Bittner, hat an der Rede
mitgearbeitet, die der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck im Januar
2014 auf der Münchener Sicherheitskonferenz gehalten hat. Eine stärkere
Rolle Deutschlands in der Welt hat er angemahnt – auch militärisch.
Darüber haben die Mainstream-Medien uns ausführlich informiert.
Auch Robert Kagan, der Ehemann von Victoria Nuland, arbeitet für den
German Marshall Fund. Frau Nuland, Sicherheitsberaterin von
Vizepräsident Dick Cheney, ist durch ihren Spruch „fuck the EU“ berühmt
geworden ist. Cheney hat Präsident George W. Bush während der
9/11-Anschläge im Präsidenten-Airbus auf einen Spazierflug geschickt und
sich in den Kommando-Bunker unter dem Weißen Haus zurückgezogen. Was er
da getrieben hat, ist nicht bekannt geworden. Noch nicht, denn wir
leben in einer Zeit, in der es keine Geheimnisse mehr geben wird, in der
nach und nach alles herauskommt.
Ebenfalls im Januar 2014 haben sämtliche Staats- und Regierungschefs
Lateinamerikas sich in Kubas Hauptstadt Havanna zu einem Gipfel der
CETAC getroffen – der Vereinigung lateinamerikanischer und karibischer
Staaten. Sie haben ihre Region zu einer atomwaffenfreien Friedenszone
erklärt. Hierüber haben unsere Mainstream-Medien mit keiner Zeile
berichtet.
Voraussetzung für Frieden
Im Juli 2014 ist offensichtlich der Versuch gescheitert, mit einem
Flugzeugabschuss einen Kriegsgrund gegen Russland zu schaffen. Den
größten Frevel hat Russland nämlich am 15. Juli im brasilianischen
Fortaleza begangen. Vielleicht musste der Abschuss deshalb schnell gehen
und ist in der Hektik nicht sorgfältig vorbereitet worden:
In Brasilien war ein Treffen der BRICS-Gruppe – der Staats- und Regierungschefs von
Brasilien,
Russland,
Indien,
China und
Südafrika.
Argentinien und die Islamische Republik Iran waren als Beobachter
eingeladen. Die hohen Damen und Herren haben eine Strategie beschlossen,
den Dollar von seinem Thron als Weltleitwährung zu stürzen. Dieser
ermöglicht es nämlich, die ganze Welt in eine Schuldknechtschaft zu
stürzen und damit die Dominanz der USA zu erhalten und ihr gewaltiges
Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren.
Zwei Mal haben Machthaber die Weltleitwährung Dollar bereits bedroht:
Der erste war Saddam Hussein, der für das irakische Öl Euro statt
Dollar haben wollte. Unmittelbar nach dieser Forderung ist in Washington
D. C. die Entscheidung zum erneuten Krieg gegen den Irak gefallen, der
zum Sturz Husseins geführt hat. Als Hussein in einem sieben Jahre langen
Zermürbungskrieg das Nachbarland Iran geschwächt und die Kurden im
Norden seines Landes vergiftet hat, war er noch der gute Diktator –
Kunde des Westens von Waffen und Giftgas. Aber die Dominanz des Dollar
in Frage stellen: Da musste ein Exempel statuiert werden.
Der zweite war Muammar al-Gaddafi. Mit russischen Ingenieuren hat er
den größten unterirdischen Süßwassersee der Erde im Südosten Libyens
erschlossen, mit dessen Wasser er den ganzen Norden Afrikas für tausend
Jahre in einen blühenden Garten Eden verwandeln wollte – und das ohne
einen einzigen Dollar Kredit von den internationalen Banken, der
Weltbank oder dem Internationalen Währungsfonds. Eine solche finanzielle
Unabhängigkeit war gefährlich. Nach dem Sturz Gaddafis ist das weit
fortgeschrittene Projekt eingestellt worden.
Nach der alten Logik müssten die USA mit ihren Verbündeten nun die
BRICS-Staaten in die Steinzeit zurückbomben. So wäre die Dominanz der
Dollars als Weltleitwährung erhalten – und damit die Weltherrschaft der
Finanzzentren in der City of London und der Wallstreet. So einfach wie
in Afghanistan, Irak, Libyen oder Syrien geht das aber nicht. BRICS
umfasst die Hälfte der Weltbevölkerung. Wir stehen an einem Wendepunkt.
Adam Smith, der große Klassiker der Nationalökonomie, hat im 18.
Jahrhundert gesagt: „Es gibt zwei Wege zur Versklavung einer Nation; der
eine ist durch das Schwert, der andere durch Verschuldung“. Die
Montags-Mahnwachen für den Frieden in vielen Städten sind ein
wunderbares Zeichen: Kein Volk der Welt will Krieg. Wenn wir korrekt
informiert werden, wird die Strategie, uns mit falschen Informationen
kriegsgeneigt zu machen, nicht aufgehen.
Eine Finanzordnung, die keinen Krieg mehr braucht, um sich selbst zu erhalten (wie unser gegenwärtiges System) ist einfach. Auf
www.business-reframing.de
können Sie eine faszinierende vierstündige DVD bestellen, die umfassend
erklärt, wie das funktioniert und wie ein Systemwechsel zu erreichen
ist.
„Der Krieg ist eine zu ernste Sache, um ihn den Generälen zu
überlassen“, hat der französische Staatsmann Georges Clemenceau vor
hundert Jahren gesagt. Es sieht fast so aus, als hätten viele
Meinungsmacher heute die Lektionen aus der Vorgeschichte des Ersten
Weltkriegs nicht gelernt. Wir sollten aber jetzt noch ergänzen: Das
Finanzsystem ist eine zu ernste Sache, um es Banken und Hedgefonds zu
überlassen. Und der Frieden ist eine zu wichtige Sache, um ihn der
Politik zu überlassen. Jeder von uns ist dafür verantwortlich.
Demonstrieren Sie mit – ab nächsten Montag in Ihrer Stadt. Die Leipziger
haben so den Eisernen Vorhang eingerissen. Wir alle gemeinsam werden so
ein mörderisches und ausbeuterisches System zu Fall bringen.
Ihr
Wolfgang Berger, Oktober 2014
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger, Ökonom
und Philosoph, hat in Deutschland, Ghana, Frankreich, Indien, Italien,
Argentinien, den USA und dem Iran studiert, geforscht, gelehrt und als
Industriemanager gearbeitet, am längsten bei der Schering AG, dort
zuletzt als Personalchef. Er hat mehrere Bücher und zahlreiche
Fachartikel veröffentlicht. Er leitet das Business Reframing Institut in
Karlsruhe, mit dem er „Flow" in Unternehmen verankert (www.business-reframing.de) und ist wissenschaftlicher Beirat der Wissensmanufaktur. Weitere Veröffentlichungen von Wolfgang Berger: www.wissensmanufaktur.net/wolfgang-berger.
weitere Quellen